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Über uns - warum wir tun, was wir tun

Die URWALDKAFFEE GMBH

Die Urwaldkaffee GmbH wurde von Oliver Driver 2014 gegründet. Nach einer 18-jährigen Karriere in der Bau- und Immobilienbranche wanderte er nach Mexiko aus, kam nach sieben Monaten zurück, bekam gesundheitliche Probleme, aufgrund derer er letztendlich bei einem Schamanen landete... Er beschäftige sich einige Jahre mit Veränderungsprozessen für Menschen und Unternehmen bis hin zu DAX-Konzernen. Er traf Schamanen aus Peru, Kolumbien, Hawaii und auch Europa und schrieb darüber neun Bücher, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Nach einer Begegnung mit den Weisen der Kogi entschied er sich, das Projekt CAFÉ KOGI zu starten.

Angefangen mit auf Risiko gekauften 15 Tonnen Rohkaffee im ersten Jahr 2015 importierten wir 2021 Jahr etwa 47 Tonnen kolumbianischen Rohkaffee. Im Zuge der Coronakrise und insbesondere danach sanken diese Zahlen dann aber wieder. Verkauft wird unser Kaffee über den firmeneigenen Onlineshop, über unser Geschäft in Köln sowie bei rund 80 Händlern und Cafés.

2017 haben wir in Köln unser erstes eigenes Café eröffnet (Auf dem Berlich 7, 50667 Köln). Natürlich heißt es "Café Kogi". Seit de, 1. Januar 2025 wird das Café nicht mehr von uns selbst betrieben, es wird aber in der gewohnten Form weitergeführt.


Doris (seine Frau) über Oliver

Oliver macht das, wovon andere reden. Er steigt aus dem sicheren Leben aus, er lebt seine Träume. Wenn er eine Idee hat, setzt er sie um. Noch ehe ich mich an eine Idee gewöhnt habe, ist er schon viel weiter. Er hat genau die richtige Mischung aus Mut, Kreativität und auch die Fähigkeit, sehr genau zu planen. Am liebsten entwickelt er eine Idee bis zum startklaren Projekt - und zieht sich dann zurück. Das schnöde Alltagsgeschäft, Steuererklärungen, Mitarbeitergespräche u.ä. sind nicht sein Liebstes. Oliver ist sehr freiheitsliebend, was seinen beruflichen Alltag angeht. Eine Woche durchgetaktet mit Terminen mag er nicht. Am liebsten würde er morgens entscheiden, ob er ins Geschäft geht oder eben nicht.  

Als er 2000 nach Mexiko auswandern wollte, kündigte er seinen gut bezahlten Job, verkaufte die Eigentumswohnung und flog nach Mexiko. Nach sieben Monaten kam er zurück nach Deutschland, weil er feststellte, dass diese Idee nicht funktionierte. Als er ziemlich zufällig bei einem Schamanen, landete, weil seine jahrelangen Bandscheibenschmerzen nicht besser wurden und der ihm helfen konnte, besuchte er viele andere Schamamen und lernte von ihnen. Er musste der Sache auf den Grund gehen und verstehen, was in dieser nicht sichtbaren Welt eigentlich vor sich ging. Zuhause wollte er erst mal jeden, ob er wollte oder nicht, heilen. Das legte sich dann Gott sei Dank wieder...

Im Lauf seiner Lehrjahre schrieb er alles auf, was er lernte. Daraus entstanden seine Bücher und irgendwie gelang es ihm, dafür einen Verlag zu finden. Kaum hat man sich auf eine neue Idee bei Oliver eingestellt, kann schon wieder etwas anderes kommen. Plötzlich war seine Tätigkeit als Ingenieur uninteressant und er öffnete eine Coaching-Praxis. Das Vorher ist ab diesem Zeitpunkt völlig uninteressant. Er zieht seine neue Leidenschaft durch und gibt dann auch wenig auf die Ängste und Befürchtungen anderer. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, sagt er. Oliver würde sich wahrscheinlich im Totenbett grämen, dass er etwas nicht versucht hat. 

Und wenn er dann absolut zufällig auf einen Kogi trifft, kommt er abends nach Hause, erzählt wenig davon - und einige Zeit später hat er einen Flug nach Kolumbien gebucht. Ich habe Todesängste ausgestanden, Kolumbien war für mich besetzt von Drogenhändlern, Entführungen und Terroristen. Als er zurück kam, bastelte er an einem Business Plan, nahm einen Kredit auf und wir hatten plötzlich eine Kaffeeimportfirma. Es erstaunt mich immer wieder, dass ihm vieles gelingt, wovon er zunächst überhaupt keine Ahnung hat. Vielleicht kommt dieses Akribische von seinem Sternzeichen Jungfrau? Er dreht fast alle Videos selbst, baut einen Onlineshop auf, eröffnet ein Café und wird in wenigen Jahren zu einem Kaffeespezialisten. Mir wäre es recht, wenn das jetzt mal viele Jahre so bleibt. Denn manchmal sagt er: "Wenn ich jünger wäre, würde ich noch ...".

Oliver Driver über seine Motivation

Warum ich tue, was ich tue?

Weil es unglaublich spannend ist, mit den Kogi zusammenzuarbeiten. Weil ich gerne reise. Weil ich gerne Projekte konzipiere und entwickle. Letztendlich war es purer Zufall: Ich wollte die mysteriösen berühmten Schamanen der Kogi treffen. Die aber wollten ihre Geheimnisse nicht verraten, sondern suchten einen Partner um ihren Kaffee in die Welt zu bringen. 

Der Unterschied zwischen uns und den anderen Kaffeeröstern in Deutschland ist, dass wir über persönliche Kontakte zu den Menschen zum Kaffee gekommen sind. Ich war nicht auf der Suche nach einem neuen Kaffee, nach dem neuesten Schrei in der Fermentation. Andere Kaffeeröster bestellen ihren Rohkaffee in Hamburg und Bremen bei den kleinen oder großen Importeuren. Einige wenige importieren ebenfalls direkt und kennen ihre Partner vor Ort. Mit Urwaldkaffee habe ich es mir zum Ziel gesetzt, herausragende Kaffees von indigenen Völkern zu entdecken und gemeinsam mit den Kaffeebauern beste Qualität zu liefern, um so für die jeweilige Kultur wichtige Ziele zu erreichen. Es geht nicht darum, einen weiteren guten Kaffee zu verkaufen, unser Ziel ist es, den vielleicht nachhaltigsten Kaffee der Welt in Partnerschaft mit den Erzeugern zu produzieren. Es ist mir wichtig, dass zum Beispiel die Kogi ihr Leben genauso leben können, wie sie es wollen. Sie sollen Ihre Kultur und ihre Spiritualität erhalten, ihre Sprache weiter sprechen und ihren Lebensraum so bewohnen, wie sie es seit Jahrhunderten tun.

Jeder unserer Kaffees hat eine eigene Geschichte, die ihn einzigartig macht. Jede Bohne ist um die halbe Welt gereist und erzählt eine Geschichte. Diese Spezialitätenkaffees wachsen als Waldkaffee im Einklang mit der Natur unter schattigen Bäumen. Die Indianer sind nicht nur Lieferanten sondern Partner, gemeinsam wollen wir wachsen. Unser erster Kaffee, der wunderbare CAFÉ KOGI, ist ein Hochlandkaffee aus den Bergen Kolumbiens, der jeden Kaffeeliebhaber begeistern wird. Alle unsere Kaffees sind nachhaltig angebaut (jedoch hat nur ein Teil das offizielle Bio-Siegel), fair gehandelt, nachhaltig produziert und natürlich „direct trade“, also direkt von uns importiert. Wir verzichten zumeist auf entsprechende Siegel, die immer mehr in der Kritik stehen und investieren lieber direkt in die Ausbildung der Menschen. Die Kogi verbinden mit ihrem Kaffee eine Botschaft, sie wollen zeigen, wie man nachhaltig in Kooperation mit der Natur Produkte erzeugen kann.


 

Die erste Begegnung

Eines der spirituellen Oberhäupter der Kogi, Mama José Gabriel,  lernte ich Ende 2013 kennen. Auf Einladung des kolumbianischen Botschafters in Deutschland, Juan Mayr, waren sie auf der Suche nach einem potenziellen Partner in Deutschland. Juan Mayr ist ein alter Freund der Kogi und ehemaliger Umweltaktivist, der die Kogi in vielen Bereichen unterstützt. Nur wenig Spanisch und gar kein Englisch sprechend, hielten Máma José Gabriel und seine beiden Begleiter einen Vortrag über den spirituellen und zugleich tiefenökologischen Ansatz, der hinter ihrem Kaffeeanbau steht.

18 Jahre zuvor war ich übrigens bereits mit einem Freund als Backpacker und Tourist in Kolumbien unterwegs in diese Berge. Die Gefahr durch die Guerillas und Drogenkartelle war jedoch zu groß, meinten die Einheimischen, so dass wir nicht weit kamen. Heute weiß ich, dass die Kogi sich vor Tourismus schützen und keine Touristen wollen, wir wären also nie weit gekommen. 2016 entdeckte ich dann ein Jahr nach meinem ersten Kontakt zu den Kogi eine Datei von 1998 auf meinem Computer. Es waren die ersten zehn Seiten einer Geschichte, in der ich - fiktiv - darüber schrieb, wie ich die die Berge der Sierra Nevada reiste und dort die Indianer besuchte. Ist das nicht unheimlich? Ich bekomme noch heute eine Gänsehaut. Wollte das Schicksal schon immer, dass ich diesen Kontakt machte?


 

Hüter der Erde

Die Kogi sind die Hüter der Erde, als die älteren Brüder (wir sind die jüngeren, kleinen Brüder) ist ihre Aufgabe die Heilung der Erde. Um ihre Kultur zu bewahren und dieser wichtigen Aufgabe gerecht zu werden, kaufen die Kogi mit den Gewinnen aus dem Kaffeeanbau ihr altes Land und insbesondere ihre heiligen Plätze zurück, die ihnen im Laufe der letzten 500 Jahre geraubt wurden. So können sie die alten Rituale zur Heilung der Erde wieder begehen. In ihrem Verständnis hängt das Wohl der Erde vom Erhalt dieser Plätze in der Natur ab. Diese Plätze sind viele Seen, alle Flussmündungen und Deltas, besondere Orte in der Natur und auch einzelne Felsen und Hügel.

Nach dem Vortrag ging ich nach vorne, kramte meine wenigen Brocken Spanisch heraus und sagte ganz spontan, dass ich dabei sein wolle. Diese absolut fremde Kultur faszinierte mich und ich wollte mehr wissen. Angesichts des ökologischen Aspektes des Kaffeeprojektes in Verbindung mit der Botschaft der Kogi an unsere Zivilisation war ich mir sicher, dass dies ein sehr wertvolles Projekt ist, was Sinn macht. Es gibt viele hervorragende Kaffees, doch die Kogi mit ihrer Geschichte sind einzigartig. Máma José Gabriel beachtete mich nicht besonders und grummelte nur, dass ich am besten einmal in die Sierra Nevada reisen solle, ich wäre hiermit eingeladen.

Zuerst mailte ich in den Wochen danach einige Male mit seinem kolumbianischen Begleiter. Wirklich weiter kam ich so nicht. Auch der schrieb immer, dass ich erst einmal kommen müsse um zu verstehen. Heute weiß ich, warum.