Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Kaffee und Kakao mit Sinn
2 Tassen Café Kogi retten 1 qm Urwald
Immer frisch geröstet
Kogi Kaffee exklusiv bei uns!
Hotline 0221 - 94 65 93 02

Arhuaco, Sierra Nevada de Santa Marta, Kolumbien

Die Brüder der Kogi

Die Arhuaco

Die Arhuaco oder auch Ika und Iku genannt, sind die Brüder der Kogi. Sie leben wie sie in der Sierra Nevada de Santa Marta. Die Arhuacos sind eine homogene Gruppe von 14.799 Menschen, die auf einer Fläche von 195.900 Hektar leben. Der Begriff Arhuaco, wie die Ika allgemein genannt wurden, wurde von den Spaniern geprägt, um die Region am Südhang des Massivs zu benennen und sie von anderen Provinzen wie Tairona und Chimila zu unterscheiden. Der Begriff wurde auf alle Ureinwohner der Sierra Nevada de Santa Marta verallgemeinert, die die Eroberung bis zum 19. Jahrhundert überlebten.

Arhuaco ist eine Chibchense-Sprache, die in der Sierra Nevada de Santa Marta in Kolumbien gesprochen wird. Es wird geschätzt, dass 8.000 bis 10.000 Sprecher dieser Sprache sprechen (Landaburu 2000). Andere Namen, die manchmal für diese Sprache verwendet werden, sind ika und bíntukwa. Die Geschichte der Arhuaco reicht bis in die Zeit der Eroberung zurück, als die Spanier in das Gebiet der sogenannten Tairona-Indianer eroberten. 


Die Arhuacos sind ein zutiefst spirituelles Volk und sich ihrer eigenen Philosophie bewusst, die einen globalisierenden Charakter hat. Sie betrachten die Sierra als das Herz der Welt, aus der sie aus den verschiedenen Steinen stammt. Sie sind eines der dynamischsten und kämpferischsten Völker Kolumbiens. Sie wissen, wie man eine politische Organisation entwickelt, die sie zu erfolgreichen Kämpfen bei der Wiederherstellung ihres traditionellen Territoriums, bei der Vertreibung katholischer geführt Missionare, die des Ethnozids beschuldigt werden, und in der Verfassung zu einem zweisprachigen Bildungsprogramm geführt hat.

Für jede der ethnischen Gruppen, die in der Sierra Nevada de Santa Marta leben, gelten die schneebedeckten Gipfel als Zentrum der Welt. Die ersten Menschen kommen aus diesen Gruppen und sind daher die "älteren Brüder"; Alle, die später kamen, gelten als die "Kleinen Brüder". Der Unterschied zwischen den beiden Arten von Brüdern besteht in dem Wissen, das sie über die Natur haben. Aus dieser Perspektive sind die "älteren Brüder" dafür verantwortlich, die Welt zu pflegen und zu bewahren und sicherzustellen, dass sich der kosmische Kreislauf so gut entwickelt wie Krankheiten das Leben der Menschen nicht zerstören.

 Die Welt ist als zwei Pyramiden konzipiert, die auf derselben Basis stehen. Intern besteht sie aus neun Welten, jede mit ihrem eigenen Land und ihren eigenen Bewohnern. Unsere Erde befindet sich in der fünften Ebene. Nach oben sind die Welten mit Licht und nach unten sind sie mit Dunkelheit verbunden.

Die Bergkette der Sierra Nevada de Santa Marta wird als menschlicher Körper betrachtet, in dem die schneebedeckten Gipfel den Kopf darstellen. die Lagunen der Moore das Herz; Flüsse und Bäche Adern; die Erdschichten die Muskeln; und das Grasland die Haare. Mit dieser Basis ist die gesamte Geographie der Sierra ein heiliger Raum.

Der Mamo ist der zentrale Charakter innerhalb des Repräsentationssystems. Er ist der Vermittler zwischen den himmlischen Kräften und den Menschen. Seine Weisheit und sein Wissen ermöglichen das Gleichgewicht zwischen den Kräften. Für sie ist das Ende der Welt nahe, weil die "Kleinen Brüder" nicht daran interessiert sind, die Natur zu schützen.

Derzeit sind die Arhuaco keine homogene Gruppe, einige Sektoren haben die Wurzeln ihrer Traditionen als gesellschaftspolitische Strategie entwickelt, während andere Merkmale der Mestizengesellschaft wie Kleidung und Sprache übernommen haben. Verschiedene Gesellschaftsbereiche beteiligen sich jedoch weiterhin aktiv an politischen Entscheidungen und anderen Aspekten ihrer Kultur.

Im Gegensatz zu den Kogi praktizieren die Ika als Hauptwirtschaftszweig Vieh, insbesondere Rinder und Schafe. Die Ernährung wird durch die Landwirtschaft ergänzt, deren Hauptprodukt der Kaffeeanbau ist. Im kalten Land werden Kartoffeln, Arracacha, Süßkartoffeln, Knoblauch, Kohl und Zwiebeln hergestellt. Im gemäßigten Teil werden Bohnen, Avocado, Mais, Ahuyama, Zuckerrohr, Banane, Banane, Koka, Tabak und Yucca angebaut. 

Für den Rohkaffee der Arhuacos gelten die gleichen Prinzipien wie für den der Kogi.

VARIETÄT

Im Wesentlichen Arabica Tipica mit geringen Anteilen von Arabica Caturra und Arabica Bourbon sowie wenigen weiteren Varietäten, die sich im Laufe der Jahrhunderte darunter gemischt haben.

"Direct Trade" und Vorfinanzierung

Im Gegensatz zu den meisten anderen Kaffeeröstern importieren wir unseren Rohkaffee selbst unter Umgehung möglichst vieler "Partner" die unnötigerweise Kosten produzieren. Geld, welches wir lieber direkt den Kogi zukommen lassen. Direct Trade heißt, dass Oliver Driver mindestens einmal jährlich vor Ort ist und alles organisiert - von der Ernte bis hin zum Schiffstransport. Dazu gehört auch die Vorfinanzierung des Kaffees. Wir bezahlen 60 % des Kaufpreises bereits vor der Ernte, damit zum einen die Kogi die finanziellen Mittel haben, um ihre Leistungen zu finanzieren, zum anderen, damit wir die Gewissheit haben, dass wir weiterhin diesen hochwertigen Kaffee für Sie im Angebot haben können. Denn es kann immer passieren, dass fahrende Händler mit Maultieren durch die Sierra reisen und die kleinen Kogi-Bauern mit einem schnellen Geschäft verführen. 30 % weniger Geld, dafür aber sicher, ist eine Verlockung, wenn man nicht sicher ist. Diese Händler werden übrigens Koyoten genannt... Und hin und wieder haben sie auch Schnaps dabei und wie die Geschichte dann weiter geht, könnt Ihr erahnen.

Das Herz der Erde – Erkennbar im Design

Das Erkennungszeichen von CAFÉ KOGI ist die symbolisierte Welt mit ihrem Zentrum, der Sierra Nevada de Santa Marta - dem Herzen der Welt. Zunächst ist da der Kreis. Er steht für die Erde. Die Kogi sehen ihr Gebirge, die Sierra Nevada de Santa Marta als "El Corazon del Mundo", das Herz der Welt an. Folgerichtig ist das Herz das Zentrum des Logos. Die auf den ersten Blick wie kleine Pfeile aussehenden Figuren außerhalb des Kreises sind symbolisierte Männer. Es sind die vier Götter, die in der Mythologie der Kogi die Erde auf ihren Schultern tragen. Dies tun sie mithilfe zweier sich überkreuzenden Stangen, auf denen die Erde liegt. Jeder Gott steht wiederum für einen der vier Stämme der Sierra, die Kogi, die Arhuaco, die Wiwa und die Kuankamo. Und wenn einer der Götter seine Last auf die andere Schulter umlagert, bebt die Erde...

UNSER ENGAGEMENT

Oliver Driver lernte die Kogi kennen, als diese auf Einladung des kolumbianischen Botschafters in Deutschland, der ein alter Freund der Kogi und ehemaliger Umweltaktivist ist,  auf der Suche nach einem Partner in Deutschland waren.

Nur wenig Spanisch sprechend, zeigten sie ein Video und hielten sie einen Vortrag über den spirituellen und zugleich tiefenökologischen Ansatz, der hinter ihrem Kaffeeanbau steht. Die Kogi sind die Hüter der Erde, als die älteren Brüder (wir sind die jüngeren, kleinen Brüder) ist ihre Aufgabe die Heilung der Erde. Um ihre Kultur zu bewahren und dieser wichtigen Aufgabe gerecht zu werden, kaufen die Kogi mit den Gewinnen aus dem Kaffeeanbau ihr altes Land und insbesondere ihre heiligen Plätze zurück, die ihnen im Laufe der letzten 500 Jahre geraubt wurden. So können sie die alten Rituale zur Heilung der Erde wieder begehen. In ihrem Verständnis hängt das Wohl der Erde vom Erhalt dieser Plätze in der Natur ab. Diese Plätze sind viele Seen, alle Flussmündungen und Deltas, besondere Orte in der Natur und auch einzelne Felsen und Hügel.

Oliver Driver ging nach diesem Vortrag spontan zu Mamá José Gabriel und bot seine Unterstützung an. Dass daraus einmal die URWALDKAFFEE GmbH entstehen würde, hätte er nicht gedacht. Zunächst wurde er von den Kogi nach Kolumbien eingeladen.

Sechs Monate später flog er nach Santa Marta im Norden Kolumbiens und wanderte acht Stunden, bis er das erste Dorf der Kogi erreicht. Die Versammlung der Ältesten, der Mámas, entschied, dass er der Partner der Kogi in Deutschland werden sollte. Dies ist eine Partnerschaft von Gleichgesinnten, die etwas für den Erhalt der Erde tun wollen. Ziel ist es, die Art und Weise, wie die Kogi im Einklang mit der Natur leben, auch bei uns vorzustellen und daraus zu lernen. Die Kogi wollen nicht, dass wir unsere Zivilisation verurteilen und zurück zur Natur gehen. Wir sollen uns weiterentwickeln auf Basis dessen, was wir bereits erreicht haben. Und dafür sind viele Aspekte des Wissens der Kogi um die Zusammenhänge der Natur nachahmenswert und wichtig. Zusätzlich zum fairen Kaufpreis für den Kaffee gehen 20 % des Gewinns der URWALDKAFFEE GmbH an die Kogi. Langfristig ist eine engere Partnerschaft für weitere Länder Europas angedacht. Vielleicht sind die Kogi dann auch Gesellschafter mit allen Rechten und Pflichten.

Viel mehr über die Kogi, das Kaffeeprojekt und die Geschichte dahinter finden Sie auf dem Blog und in den Presseberichten.